Aquamazonida

Warmly recommending and proudly presenting João Leite’s film AQUAMAZONIDA

German subtitles by / Deutsche Untertitel von Heike Herma Thomsen, more-than-words.eu

Click here to view the film / Hier können Sie den Film sehen:

Film Aquamazonida
Password: ajcnet_vimeo

Content: We follow the Amazon upstream, listen to its mystic stories, learn about the special relationship of the many indigenous people with the river, and witness the degree of pain Man is inflicting on the Amazon and its peoples, the rain forest and ultimately on himself.

Inhalt: Wir folgen dem Amazonas flussaufwärts, hören seine mystischen Geschichten, erfahren vom besonderen Verhältnis der verschiedenen indigenen Völker mit dem Fluss und erleben welchen Schmerz der Mensch dem Amazonas und seinen Völkern, dem Regenwald und damit letztendlich sich selbst zufügt.

The Portuguese director and filmmaker João Leite lives and works in Brussels.

Der portugiesische Regisseur und Filmemacher João Leite lebt und arbeitet in Brüssel.

 

Um zu sagen sozusagen

Ein Bekannter verwendete neulich 12 Mal das Wort “sozusagen”, als er mir von einem Ereignis im Rahmen seines Jobs berichtete. Ich habe mitgezählt, denn in letzter Zeit fällt mir auf, wie oft und repetetiv Menschen “sozusagen” zu sagen pflegen. Was wollen sie damit ausdrücken oder vielleicht sogar nicht sagen? Ein Blick in den Duden lehrt uns, dass dieses Adverb “ungefähr”, “quasi” bedeutet, es steht für “gleichsam” oder “wie man es ausdrücken könnte”. Hmm. Das hilft mir gerade auch nicht wirklich weiter herauszufinden, warum das Wort so populär im Gebrauch ist. Gegoogelt erhält man die Information, dass “sozusagen” verwendet wird, um auszudrücken, dass der verwendete Ausdruck nur ungefähr zutrifft.

Aha. Der Sprecher verwendet also einen Ausdruck, der nur ungefähr zutrifft. Das bedeutet im Umkehrschluss, der Sprecher will oder kann sich nicht genau ausdrücken. Er zieht es vor, vage zu bleiben. Das wiederum lässt darauf schließen, dass der Sprecher nicht genau weiß, wovon er redet und/oder der Sprache nicht mächtig genug ist, um präzise zu formulieren. Er versucht daher anhand eines Blähwortes von diesem Zustand abzulenken. Das kann auch eine Taktik sein. Dann ist es umso wichtiger, darauf zu achten, wo und wann dieses Adverb Verwendung findet.

Für einige mag “sozusagen” als Sprachverhunzung gelten. Andere merken es vielleicht gar nicht, dass es nichts aussagt oder haben schon abgeschaltet. In der geballten Häufigkeit ist die Anwendung dieser Vernebelungstaktik vor allem nervtötend, denn sie kostet den Zuhörer unnötig Zeit, und der Vortrag wird unverständlich.

Auf jeden Fall werde ich ab jetzt auch bei meinen eigenen Redebeiträgen darauf achten, dieses Blähwort möglichst zu vermeiden. Ich möchte ja nicht den Eindruck erwecken, dass ich – ich sag’ mal – nicht weiß, wovon ich rede…